Vodafone-Sender - Cell-Id und Standort-Id

Standort-Id1) und Cell-Id stehen bei Vodafone in enger Beziehung, sie sind voneinander abhängig. Die Cell-Ids bilden sich aus der Standort-Id-Nummer und einer zusätzlichen Ziffer (Endziffer), die den Sektor angibt. Im Regelfall gehorchen die Ziffern für die Sektoren dem folgenden Schema: Im Niederlassungsbereich West werden im Regelfall (bisher sind nur wenige Ausnahmen bekannt) die folgenden Endziffern vergeben: 0 oder 1 für Rundstrahler im GSM 900-Bereich, 1-3 für Sektorantennen im GSM-900-Bereich, 1-7 für Sektorantennen bei UMTS (die Endziffer 4 findet man gelegentlich an Kirchtürmen), 5-7 für Sektorantennen im GSM 1800-Bereich. Außerhalb des Niederlassungsbereichs West findet man für die GSM-1800-Antennen häufig die Endziffern 7-9. Sind an einem Standort mehrere Antennen vorhanden, so beginnt die Vergabe der Endziffern mit der niedrigsten Gradzahl in Bezug auf die Hauptabstrahlrichtung (z.B. 50° = Endziffer 1 oder 5, 170° = Endziffer 2 oder 6, 290° = Endziffer 3 oder 7).

Wie kommt man nun von der Cell-Id auf die Standort-Id? Bei Vodafone besteht die Standort-Id aus mehreren Komponenten:

Somit ergeben sich Standort-IDs wie z.B. DXB081, DXBC98, DXU472 oder DXB0A0. Wie bereits erwähnt, ist die Standort-ID-Nummer gleich der Cell-Id bis auf die Endziffer, d.h. um die Standort-Id-Nummer zu ermitteln muss man die Cell-Id einfach durch 10 teilen. In der Standortbezeichnung hat man für die Standort-Id-Nummer genau drei Stellen reserviert. Für Standort-Id-Nummern bis 999 ist das ausreichend, aber da es mittlerweile Standort-Id-Nummern > 3600 gibt hat man sich etwas einfallen lassen müssen, um diese Nummern in drei Stellen darstellen zu können. Man hat hier die folgende Zählweise festgelegt: Wie man sieht, wird ab der Standort-Id-Nummer 3600 wieder mit dem Buchstaben A als höchstwertige Ziffer begonnen und dann die erste Ziffer mit der zweiten Ziffer getauscht. Damit kann man dann Standort-Id-Nummern bis 6199 darstellen (9Z9). Vorstellbar ist, dass man dann wieder mit A als höchstwertige Ziffer beginnt und dann die erste Ziffer mit der dritten Ziffer tauscht (z.B. 6200 = 00A). Aber bis es soweit ist wird noch einige Zeit vergehen, da man im Sommer 2005 erst damit begonnen hat, Standorte mit Id-Nummern > 3599 zu installieren.
Im Niederlassungsbereich West gibt es Nummernkreise, die nur in besonderen Fällen oder nicht (mehr) vergeben werden: 2900 - 2999 (T00 - T99) wird nur für mobile Standorte vergeben, die nur zeitweise aufgebaut sind.

Bei UMTS-Mobilfunkgeräten findet man oft eine Cell-Id, die viel länger ist als die hier behandelten Cell-Ids, außerdem scheinen sie in keines der beschriebenen Schemata zu passen. Es handelt sich hierbei um die Cell-Id einer Node-B (also UMTS-Basisstation) in Langform. Der erste Teil beinhaltet die RNC-Id (Id für die Steuereinheit der zugeordneten Node-Bs), der zweite Teil die eigentliche Cell-Id. Die RNC-Id und die Cell-Id in Kurzform kann aus der Langform wie folgt ermittelt werden:
RNC-Id = Ganzzahl(Cell-Id-Lang / 65536)
Cell-Id-kurz = Mod(Cell-Id-Lang / 65536)
Beispiel: Cell-Id in Langform 99494171 / 65536 = 1518 Rest 10523. 1518 ist die gesuchte RNC-Id, 10523 ist die gesuchte Cell-Id.
1)Die Standort-Id hat nichts mit der bei Vodafone bekannten Standortnummer, die man manchmal auf Anschreiben oder Baustellenschildern sieht, zu tun. Diese Standortnummern kennzeichnen einen Standort, an dem irgendeine Vodafone-Installation vorhanden oder geplant ist (z.B. auch Umsetzer, WLAN, Richtfunkstationen, BTS, Node-B usw.). Die Standort-Id dagegen bezieht sich in dieser Beschreibung auf die Bezeichnung für eine BTS (GSM) bzw. Node-B (UMTS), also auf eine Mobilfunkstation für ganz normale Mobilfunkgeräte.